Mobbing in der Schule – Verhaltenstipps, wenn Dein Kind ein Mobbingopfer wird.

Dein Kind wird gemobbt.
Es wird von den anderen, fiesen Kindern an der Schule fertig gemacht, umhergeschubst und unterdrückt. Klar, Ärmel hoch und auf in die Schule. Diesen Rotznasen wirst Du mal zeigen, dass die das mit Deinem Kind nicht mehr machen werden.
Jeder Vater wird wohl so im ersten Moment reagieren.
Doch Stop! Ist das wohl das Richtige, oder solltest Du lieber eine andere Strategie verfolgen?
Was Du tun kannst und lieber bleiben lassen solltest wenn Dein Kind gemobbt wird, das erfährst Du in diesem Gastbeitrag von Sara Jakob.

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In einer Zeit, in der Kinder immer schneller reif werden, sehr früh Zugang zum Internet haben und bereits in jungen Jahren unter enormem Leistungsdruck stehen, entladen sich diese Spannungen immer öfter in Mobbing-Attacken an Schulen. Die Gründe für Mobbing sind wohl ebenso vielfältig, wie die verschiedenen Lebenssituationen der Kinder, doch trotz allem muss Mobbing um der Opfer Willen unterbunden werde. Doch wie intervenierst Du frühzeitig als Elternteil? Wie bekommst Du überhaupt mit, ob Dein Kind Opfer oder doch vielleicht Täter ist? Und was machst Du im Fall der Fälle, wenn Dein Kind betroffen ist?
Mobbing ist in vielen deutschen Schulen, vor allem an Haupt-und Realschulen bereits an der Tagesordnung, doch auch das Risiko an Grundschulen darf definitiv nicht unterschätzt werden. Stell dir vor, dass Dein Kind jeden Tag mit Tränen in den Augen nach Hause kommt und zu Dir sagt, dass es nie wieder in die Schule wolle – wohl eine der schlimmsten Vorstellungen des Elterndaseins. Wie reagierst Du hier am besten? Immer nur gut zusprechen? Den Schlingel, der Dein Kind hänselt eigenhändig übers Knie legen und ihm einbläuen, was Manieren sind? Oder doch lieber gleich beim Rektor an die Tür pochen?
Alles in Allem gibt es natürlich keine Patentlösung, da es auch immer auf Situation, Lehrerschaft und natürlich auch Dein Kind ankommt. Hier stellt sich nämlich die Frage: Bekommst Du überhaupt mit, dass dein Kind in der Schule gemobbt wird? Viele Jugendliche wollen gerade in der Pubertät am liebsten alles mit sich selbst ausmachen und Mama und Papa möglichst nicht belangen.

Was tun, wenn dein Kind betroffen ist?

Rede ihm, wenn es sich bei Deinem Kind um einen Hitzkopf handelt, auf jeden Fall die gewalttätige Gegenwehr aus. Außerdem ist es ganz wichtig, dass Dein Kind weiß, dass es nichts falsch gemacht hat! Auch muss ihm die Angst vor eventuellen Sanktionen der Peiniger genommen werden, egal wie sehr diese auch drohen. Eine zunächst wirkungsvolle Waffe gegen die Mobbing-Attacken kann es sein, wenn Dein Kind die Plätze zu meidet wo es mit den Tätern alleine und wehrlos sein könnte. Hierfür wendest Du Dich am besten an die Pausenaufsichten, damit diese einen Blick auf Täter und Opfer haben können.

Wie du dich als Elternteil richtig verhältst

Ratschläge zu geben ist natürlich immer einfacher, als diese am Ende auch umzusetzen, aber dennoch können sie im Ernstfall helfen. Ist ein Mobbingfall in der Schule bekannt, wird oft versucht Opfer und Täter an einen Tisch zu bringen – lass Dein Kind zuhause! Es bedeutet oftmals noch mehr Stress für das Kind bei so einem Zusammentreffen dabei sein zu müssen, als zuhause zu bleiben. Dein Kind steht dann nämlich als Schwächling da, der alles seinen Eltern petzt. Und auch wenn alles in Dir schreit, dass du den Täter selbst zur Rede stellen solltest, solltest Du es lassen. Kinder sind auch immer Produkt ihrer Erziehung, das bedeutet wenn Du das Kind angreifst, greifst Du auch immer die Eltern an und eine Eskalation des Streites ist für beide Seiten kein Gewinn.
Darum kläre Dein Kind frühzeitig über Mobbing auf und tue alles dir Mögliche um zu verhindern, dass es weder Opfer, noch Täterpotential entwickelt!

Quelle: https://www.papa-online.com/mobbing-in-der-schule/